Silikonbackformen

Silikonbackformen als Gesundheitsrisiko?

silikonbackformen

Silikonbackformen sind modern und praktisch: ohne einzufetten bekommt man das Gebäck nach dem Backen leicht aus der Form. Danach können sie durch die flexible Form fast überall im Küchenschrank verstaut werden. Viele Vorteile im Vergleich zu den klassischen Backformen aus Blech. Allerdings geben viele Silikonbackformen Chemikalien an das Gebäck ab, wie verschiedene Tests herausgefunden haben.

Silikonbackformen im Test

Im Jahr 2013 haben 13 Silikonbackformen bei einem Test von “Kassensturz” ein “Sehr gut” erreicht. Die verbliebenen Backformen vielen durch. Bei denen von Ökotest überprüften Backformen fielen lediglich 3 Backformen auf. Das Auffällige: Ab 150 Grad dünsten dei Backformen Chemikalien aus und geben sie an die Umgebung, und damit auch an das Backgut, ab.

Sind Schadstoffe in Silikonbackformen?

Welche Stoffe bei der Herstellung von Silikon bzw. zur Gewinnung von Silikaten verwendet werden dürfen, ist gesetzlich vorgeschrieben. Aber ein Großteil der Rohstoffe wurde noch nicht auf seine Gesundheitsverträglichkeit getestet. Die Grundzutaten, die für die Herstellung von Silikon verwendet werden, sind harmlos. Aus Sand, Ton und Keramik werden die Silikate mit chemischen Verfahren gewonnen. Silikate können sowohl ölartig, als auch elastisch oder fest sein. Das Problematische an Silikonbackformen sind die weitere silikonbackformen n Inhaltsstoffe. Vor allem die VOCs, das sind flüchtige organische Substanzen wie Chlor und Stickstoff, sind dabei bedenklich. Die Grenzwerte dieser Zusatzstoffe werden, wie in Tests festgestellt, häufig überschritten. Laut Ökotest enthielt eine Form sogar Panatharen, was von der US-amerikanischen Umweltbehörde zur schädliche Chemikalie ernannt wurde.

Wie kann man Schadstoffe in Silikonbackformen minimieren oder sogar vermeiden?

Ökotest empfiehlt Silikonformen vor der ersten Verwendung auf 200°C über 4 Stunden lang zu erhitzen. Dabei sollte auch kräftig gelüftet werden. So können alle potentiell gefährlichen Stoffe wie die VCOs ausdampfen. Dieser Vorgang wird als “Tempern” oder “Ausgasen” bezeichnet. Dieser für die Industrie aufwendige und kostenintensive Vorgang wird von manchen Herstellern nicht oder nur unzureichend durchgeführt. Denn dann verbleiben die VCOs in der Form und gehen, z. B. in den Kuchenteig, über. Auch sollte bedacht werden, dass gerade bei billigen Materialien die nach Kunststoff riechen, der Geruch und der Geschmack an die Backwaren abgegeben werden. Backformen, die nicht nach Kunststoff riechen, sind meist hochwertigere Silikonbackformen, bei deren Herstellung die hochwertigeren Silikate als Ausgangsmaterial verwendet wurden.